Neunkirch plant Solaroffensive: Pilotprojekt für flächendeckende Solarstrategie gestartet

An seiner Sitzung vom 17. September hat der Gemeinderat Neunkirch die Ausschreibung des Pilotprojektes «Integrale Solarplanung Gemeinde Neunkirch» beschlossen.
Die Förderung der Solarenergie als kollektive Planungsaufgabe, anstatt als Privatsache Einzelner zu betrachten, sei ein grosses Anliegen des Gemeinderates Neunkirch, liess dieser in einer Medienmitteilung verlauten. «Die Strategie der Gemeinde ist es, mit einer flächendeckenden kommunalen Planung deutlich mehr Strom mit Solaranlagen zu erzeugen, die gut in das Ortsbild, in die Dachlandschaften, in Fassaden und in die überbauten Siedlungsflächen integriert sind», schrieb der Gemeinderat. Auch zum Schutz des ISOS-geschützten Ortsbildes von Neunkirch. Dafür seien Entscheidungsgrundlagen notwendig.
Sinnvolle Flächen zur Förderung von Solarstrom
Im Zentrum stehe die Betrachtung des ganzen Gemeindegebietes. «Eine ganzheitliche Planung, die auf den sinnvollen Flächen die Solarenergie fördert und deutlich voranbringt.» An herausfordernden Standorten soll fachliche Unterstützung zugezogen werden und prioritär mit Gemeinschaftsanlagen kompensatorische Alternativen bieten.
Pilotprojekt für 130’000 Franken
Das Pilotprojekt wird vom Bundesamt für Kultur (BAK) mit 65'000 Franken, vom Kanton Schaffhausen mit 15'000 Franken und von der Gemeinde Neunkirch mit 20’000 Franken finanziert. Im Budget 2025 ist ein weiterer Beitrag von 30'000 Franken für die Umsetzung eingeplant.
Zehn Fachbüros für Offertstellung eingeladen
Für das Ausarbeiten der Grundlagen seien im Einladungsverfahren zehn Fachbüros zur Offertstellung eingeladen worden, informierte der Gemeinderat, der als Auftraggeber auch die Bevölkerung laufend informieren werde. Das Projekt soll durch die Projektlenkung unter der Co-Leitung von Gemeinderat Christian Schütz und Raumplaner Hans-Georg Bächtold geführt werden. «Die Projektlenkung ist für das Erstellen der Solarstrategie Neunkirch verantwortlich», so der Gemeinderat.
Vertretung auf allen politischen Ebenen
«In einer breit abgestützten Begleitgruppe sind die massgebenden Ämter und Institutionen der nationalen, kantonalen und kommunalen Ebenen vertreten und damit Teil der Mitwirkung sowie Bindeglied zu den Interessengruppen und zur Bevölkerung.» Die Begleitergruppe wirke beratend und vermittelnd mit. «Ziel ist es, bis Mitte 2025 im Rahmen einer Fachtagung und Veranstaltung für die Öffentlichkeit die Zwischenergebnisse zu diskutieren und das Pilotprojekt abzuschliessen», so der Gemeinderat.